
Die lachende Kartoffel
Bis zum Jahre 1966 wurde für jedes Kröbbelchesfest ein eigenes Plakat mit wechselnden Motiven gedruckt. Das war natürlich werbetechnisch nicht das Gelbe vom Ei.
Damals, 1968, machte ich unserem Vorsitzenden vom Verschönerungs- und Verkehrsverein Philipp Ottes sowie unserem damaligen Ortsbürgermeister Alois Hoffmann den Vorschlag, es muss ein Logo her, um den Wiedererkennungswert des Kröbbelchesfest zu steigern. Onkel Alois, wie ich ihn damals nannte, sagte zu mir "Jung, bad äes dat dann"? Ich machte ihm den Vorschlag und mich ans Werk, einige Entwürfe zu zeichnen.
Mit drei Entwürfen ging ich ins Gemeindebüro zu den Herren Hoffmann und Ottes. Als unser Bürgermeister den ersten Entwurf sah, war für ihn klar: das ist der Richtige. "Die lachende Kartoffel", geeignet für alle möglichen Werbeträger vom Hampelmann, Mainzelmännchen, Anstecker bis hin zum Autoaufkleber bestens geeignet. "Kröbbelino" war geboren.
Die ersten Plakate habe ich 1968 im Siebdruckverfahren in vier Farben im Keller vom Kloster Maria Laach von Hand gedruckt. Eine schweißtreibende Arbeit! Für die nächsten Kröbbelchesfeste habe ich Linolschnitte als Druckstöcke geschnitten und auf Tischlerplatten aufgezogen, um sie dann in der Druckerei Schreder im Buchdruckverfahren drucken zu lassen. Und das alles vor 40 Jahren!
Seitdem ist der Kröbbelino untrennbar mit dem Kröbbelchesfest verbunden.
Text: Karl-Heinz Bell
